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[ FILMINHALT ]

Nachdem die 19-jährige Jay mit dem süßen Hugh auf der Rückbank seines Autos Sex hatte, wird sie das beunruhigende Gefühl nicht los, dass sie jemand – oder etwas – verfolgt und findet sich schließlich in einem paranoiden Alptraum wieder, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.



PRESSENOTIZ

David Robert Mitchell gelingt mit minimalistischen Mitteln und zahlreichen Anleihen bei den Klassikern des Genres ein alptraumhafter Indie-Horrorfilm. Mithilfe von atmosphärischen Bildern und einem einzigartigen, wummernden Soundtrack wird IT FOLLOWS zur filmgewordenen Paranoia, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.

[ DER REGISSEUR ]

David Robert Mitchell wuchs in Detroit auf und wohnt jetzt in Los Angeles. Sein Regiedebüt THE MYTH OF THE AMERICAN SLEEPOVER feierte auf dem SXSW Filmfestival Premiere und gewann den Special Jury Price. Er lief außerdem 2010 als einziger nordamerikanischer Film in der Semaine de la critique der Filmfestspiele von Cannes, genauso wie IT FOLLOWS im Jahr 2014.

David arbeitet zurzeit an mehreren Spielfilmprojekten und wird demnächst als Regisseur und Produzent der TV-Krimiserie MR. POSTMAN fungieren. Außerdem ist er offen für ein IT FOLLOWS-Sequel.

Woher kam die Idee für den Film?

Der Film basiert auf einem Alptraum, den ich als Kind hatte. Als ich ungefähr 10 Jahre alt war, hatte ich ständig diesen Traum – von dem ich übrigens glaube, dass ihn viele haben – in dem ich von etwas verfolgt werde. Dieses Etwas war langsam, aber beharrlich. Ich träumte, ich sei auf dem Schulhof, und da war dieses Kind, das auf mich zu lief. Und irgendwie wusste ich, dass es ein Monster war. Ich rannte davon, den ganzen Block entlang. Dann blieb ich stehen und wartete. Nach einer Weile sah ich in der Ferne den Jungen um die Ecke kommen und er folgte mir weiter. Dieses Monster sah jedes Mal anders aus, es konnte jedes Aussehen annehmen. Später, als ich den Alptraum nicht mehr hatte, dachte ich, es wäre interessant, daraus einen Film zu machen.


Was ist alles passiert seit dem Moment, als du angefangen hast das Drehbuch zu schreiben, bis der Film schließlich fertig war?

Das Drehbuch war sehr schnell fertig, und ich konnte den Film dann glücklicherweise auch sehr schnell realisieren. Durch einen Freund lernte ich meinen späteren Produzenten kennen und innerhalb eines Jahres stand das Projekt. Schon früh legte ich meinen Schwerpunkt darauf, mit dem Kameramann den visuellen Stil zu erarbeiten. Bevor wir mit dem Dreh begannen, hatten wir das Gefühl, die Stimme des Films gefunden zu haben.


Der Look des Films ist in der Tat einer seiner bemerkenswertesten Aspekte. Was waren deine Einflüsse?

Es sind viel zu viele, um sie alle aufzuzählen. Die Filme von John Carpenter, viele Horrorfilme, aber auch viele andere Filme. Ich habe PARIS, TEXAS sehr oft gesehen. Von Filmen wie TOUCH OF EVIL, ROSEMARY'S BABY, THE SHINING und INVASION OF THE BODY SNATCHERS (natürlich sowohl die Version aus den 1950ern als auch die aus den 70ern) konnte ich nie genug kriegen. Außerdem einige Filme von Cronenberg, BLUE VELVET und DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS. Dann wären da auch noch Fotografen wie Todd Hido und Gregory Crewdson, die wirklich tolle, inspirierende Sachen gemacht haben.


Mithilfe des Tons und der Bilder erzeugst du eine ganz besondere Atmosphäre. Sie ist gleichzeitig realistisch und traumwandlerisch.

In meinem ersten Film THE MYTH OF THE AMERICAN SLEEPOVER gab es viel mehr subjektive Kameraführung. IT FOLLOWS dagegen sollte sich objektiver anfühlen. Die Kamera sollte nicht ständig vorgeben, wohin der Zuschauer zu schauen hat. Also hielten wir sie etwas mehr auf Distanz. Auf diese Weise sind die Dinge irgendwo da draußen, aber sie springen dich nicht notwendigerweise an. Wir hofften, dass – wenn wir den Zuschauer nicht ständig auf alles hinweisen – er die Dinge selbst entdeckt, und so ein generelles Unbehagen entsteht, bei dem man niemals genau weiß, ob da draußen nun etwas ist oder nicht. Und was das Traumhafte betrifft, kann man einiges sicher auch den schon genannten Einflüssen zuschreiben. Aber es ist gleichzeitig auch meine persönliche Ästhetik – ich liebe es, eine Welt zu kreieren, die nicht hundertprozentig real ist. Genauso ist der Film ja auch nicht eindeutig in einer Zeit verankert. Wir wollten, dass er irgendwie aus der Zeit springt und nicht zu modern ist, wenn es auch einige vertraute zeitgenössische Versatzstücke gibt.


IT FOLLOWS ist einerseits total wie THE MYTH OF THE AMERICAN SLEEPOVER, aber irgendwie auch völlig anders.

Ha. Der Sprung war in meinem Kopf keine große Sache. Ich liebe Horrorfilme, besonders die Klassiker. Und ich will viele verschiedene Arten von Filmen machen. Ich fand es interessant, die Grundstimmung von MYTH zu nehmen, mir die Charaktere ein bisschen älter vorzustellen und sie in gruselige Situationen zu stecken – und dann zu schauen, was passiert. Aber sie mussten so authentisch sein wie in MYTH – ich wollte, dass sie Menschen sind, die mir etwas bedeuten.


Offensichtlich gibt es eine Reihe an Interpretationsmöglichkeiten für den Film ... Was für eine Rolle spielt Sexualität für den Film?

Ich fürchte, je mehr ich versuche, es zu erklären, desto mehr zerstört das die Magie. Ich denke, dass die Zeit, in der man seine eigene Sexualität entdeckt, auch eine unheimliche sein kann. Denn dann existieren alle Arten von Ängsten zur gleichen Zeit. Und ich fand es interessant, das auf einer anderen Ebene zu untersuchen.


Was brachte dich dazu, Maika für die Hauptrolle auszuwählen?

Ganz einfach: sie sprach für die Rolle vor und war fantastisch! Und da war eine Verletzlichkeit an ihr, die noch über das Maß hinausging, das im Skript vorgesehen war. Es war einfach klar, dass sie die Richtige war. Die richtigen Darsteller zu finden, ist so schwierig – und ich hätte für IT FOLLOWS keine besseren als diese finden können. Ich glaube, sie machen alle einen richtig guten Job.


Die Schauspieler sind wirklich sehr authentisch, und der Film scheint niemals den Naturalismus von MYTH zu verlieren. Wie ist es dir gelungen, in hochemotionalen Szenen die richtige Stimmung herzustellen, ohne dabei kitschig oder lächerlich zu wirken?

Diese Frage ist schwierig zu beantworten. Ich habe immer getan, was ich in dem jeweiligen Moment für richtig hielt, um die Schauspieler zu unterstützen. Ich wusste, dass es bei diesem Film nicht um die Darstellung alltäglicher Gefühle ging. Dennoch sollte alles in einem besonderen Rahmen stattfinden, den ich nur schwer beschreiben kann. Es sollte natürlich sein, aber fast schon übernatürlich. Ein wenig verhaltener und weicher als die Wirklichkeit. Das ist es, was mich interessiert. Und vielleicht ist es auch genau das, was dem Film hilft, selbst in surrealen Momenten nie ganz den Boden unter den Füßen zu verlieren.

[ DER CAST ]


MAIKA MONROE (Jay)
Maika wurde 1993 in Santa Barbara geboren. Eigentlich wollte sie professionelle Kitesurferin werden und zog deshalb in ihrem letzten High School-Jahr in die Dominikanische Republik, um sich voll und ganz dem Training zu widmen. Unter anderem wurde sie Zweite bei der International Red Bull Air Competition. Ihr Schauspieldebüt gab sie 2012 in AT ANY PRICE an der Seite von Zac Efron und Dennis Quaid. Neben Emma Watson sah man sie in Sofia Coppolas THE BLING RING, neben Josh Brolin und Kate Winslet in LABOR DAY. Aufgrund ihrer beeindruckenden Darstellungen in THE GUEST und IT FOLLOWS bezeichnetet sie die New York Times als neue Scream Queen. Ihre athletischen Qualitäten wird sie als nächstes an der Seite von Jennifer Garner in dem Surferdrama THE TRIBES OF PALOS VERDES unter Beweis stellen können. Danach spielt sie an der Seite von Liam Hemsworth in Roland Emmerichs INDEPENDENCE DAY 2.


KEIR GILCHRIST (Paul)

Keir Gilchrist wurde 1992 in London geboren, lebte danach in Boston und New York, bevor er schließlich nach Toronto zog. Er wurde bekannt durch die Serie UNITED STATES OF TARA und spielte unter anderem die Hauptrolle in JUST PECK neben Brie Larson und zusammen mit Zac Galifianakis und Emma Roberts in IT'S KIND OF A FUNNY STORY. Sein kleiner Bruder Evan tritt in seine Fußstapfen und war unter anderem in der Neuverfilmung des Horrorklassikers CARRIE zu sehen.


DANIEL ZOVATTO (Greg)

Daniel Zovatto gab sein Spielfilmdebüt in INNCOCENCE, der Verfilmung von Jane Mendelsohns Jugendromanbestseller. Außerdem spielte er in dem Horrorfilm BENEATH und in Lynn Sheltons LAGGIES an der Seite von Sam Rockwell, Chloe Grace Moretz und Keira Knightley. Im Fernsehen war er u.a. in MARVEL‘S AGENTS OF S.H.I.E.L.D. zu sehen.


JAKE WEARY (Hugh)

Jake Weary wurde 1990 als Sohn von Seifenoper-Darstellerin Kim Zimmer und Regisseur A.C. Weary geboren. Schon als 14-Jähriger besetzte er kleinere Rollen in Serien wie LAW AND ORDER und WIE DAS LEBEN SO SPIELT, seit 2014 auch in PRETTY LITTLE LIARS. Der Horror-Fangemeinde ist er auch durch seine Rolle in ZOMBIBER bekannt. Jake lebt in Los Angeles, wo er auch unter dem Namen Agendas seine eigene Musik schreibt und produziert.


OLIVIA LUCCARDI (Yara)

Olivia Luccardi machte mit einem sehr derben Auftritt in der Serie GIRLS auf sich aufmerksam und besetzte seitdem Nebenrollen in Filmen wie LIKE SUNDAY, LIKE RAIN an der Seite von Leighton Meester, WIE SCHREIBT MAN LIEBE mit Hugh Grant und der Serie ORANGE IS THE NEW BLACK. Als nächstes wird sie neben Dakota Fanning und Zoë Kravitz in VIENA AND THE FANTOMES zu sehen sein.

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